Dies ist eine Initiative von etappem e.V. und umags.

In einem sehr schönen Lied der argentinischen Sängerin Mercedes Soza (leider bereits 2009 verstorben) heißt es wörtlich übersetzt: "... wenn der Sänger verstummt, verstummt das Leben..." Eine Aussage, die ich als Musiker und Musikliebhaber nur zu gut verstehe. Was ist ein Leben ohne Musik? Nietzsche schrieb mal: "Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum."
Die Maßnahmen rund um COVID-19 treffen vor allem Künstler und Musiker extrem hart. Dabei meinen wir natürlich nicht die Mega-Stars mit ihren Platten-Millionen, sondern die vielen Menschen, die vom Auftreten und oft "von der Hand in den Mund" leben.

Viele Musiker bekommen nur Geld für Konzerte und die Gagen liegen oft nicht über 200,00 Euro pro Tag (für den einzelnen Instrumentalisten). Wenn jetzt keine Konzerte stattfinden, kommen auch keine Einnahmen.

Wir als Veranstalter dürfen zur Zeit Konzerte mit maximal 250 Teilnehmern organisieren (einschließlich Musiker, Crew, Security, Saalpersonal, etc.).

Natürlich wird die Musik nicht sterben. Es werden nach wie vor bekannte Künstler in Radio und Fernsehen gespielt (und verdienen daran zum Teil Millionen - die wir ihnen von Herzen gönnen), es werden Medien verkauft und es wird auch wieder Konzerte geben (mit der bekannten Ticketpreis-Entwicklung). Aber viele der Stars (nehmen wir zum Beispiel "Pur") haben als unbekannte Bands Jahrelang auf verschiedensten Veranstaltungen gespielt, bevor der große Durchbruch kam. Unsere Angst ist, dass die Veranstaltungsverbote genau hier uns sehr treffen werden: Es kommt kaum noch was nach. Es gibt unzählige Künstler mit viel Potenzial in Deutschland, die eben noch nicht im Radio laufen und die nur bekannt und entdeckt werden können, wenn sie auftreten dürfen. Darüber hinaus gibt es unzählige "Musikhandwerker", die unsere Volksfeste zu dem machen, was sie sind. Die in Hotels, Bars, Clubs, Kreuzfahrtschiffen oder als Tourbegleitmusiker ihr Geld verdienten und jetzt gezwungen sind, sich einen anderen Job zu suchen. Was wird aus denen? Wir wollen genau hier und denen helfen, so gut wir können.
Kleine Rechnung: Die Band besteht aus 5 Musikern (a 200,00 €), 1 Ton-Mischer (200,00 €), 1 Licht-Mischer (100,00 €) und 2 Helfern (a 50,00 €) zum auf und Abbauen. Dazu kommt einer bei der Einlasskontrolle und 2 Sicherheitsleute. (a 50,00 €). Natürlich brauchen wir eine Anlage (keine große, sind ja nur 200 Gäste (kostet 200,00 €) und anständige Beleuchtung (Miete: 300,00 €), dazu noch Strom und Getränke für die Künstler (150,00 €) - selbst eine solche Veranstaltung lohnt sich kaum, wenn der Eintritt nicht bei mindestens 30,00 € liegt - und wer zahlt schon 30 Euro Eintritt um eine unbekannte Band zu sehen.

Entsprechend verzichten viele Veranstalter lieber, als das Risiko zu tragen, bei jeder Veranstaltung Verluste einzufahren. Einrichtungen, wie zum Beispiel die GEMA haben Ihre Sätze nicht an die Corona-Regeln angepasst und der Mindestsatz berechnet sich für 0-2000 Teilnehmer. gleich. Neben den GEMA gebühren müssen die Veranstalter Saalmieten zahlen, Infrastruktur bereit stellen, oft in eigene Ausstattung investieren oder diese mieten - kurz: die Liste der Kosten ist nicht kürzer geworden, die Liste der Einnahmen deutlich.



Helfen Sie mit Ihrer Spende in unseren Künstler-Fond ein Stück weit die Musik in Deutschland zu retten! Jeder Euro, den Sie hier spenden, geht direkt an den gemeinnützigen Verein etappem e.V. (Selbstverständlich gegen Spendenquittung, wenn Sie uns Ihren Namen und Ihre Anschrift mitteilen) und darüber an Künstler, denen wir so in diesen schwierigen Zeiten helfen wollen.

Lassen Sie die Musik in Deutschland nicht langsam verstummen... Spendenkonto: DE76 8005 3762 1894 0924 53 bei der Saalesparkasse (NOLADE21HAL) Kontoinhaber ist etappem e.V.

Beispiel einer Produktion und einem Künstler, den wir fördern: Ulrich von Wrochem spielt nach einem Arragenment für Solo-Bratsche von Alessandro Rolla eine Arie aus "Otello" von Rossini. Aufgezeichnet am 09.05.2020 ohne Publikum auf dem alten Friedhof in Merseburg (Gage Künstler 0,00 €, Honorar Video Team 0,00 € Honorar für Post-Production sound und video 0,00 € - alle Spenden kommen aber zunächst dem Künstler zu gute - Aufkommen bis jetzt 55,55 €).
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